Arbeit ist kulturell mehr und auch anderes als ‘nur’ Erwerbsarbeit. Richtet man den Blick auf künstlerisch-ästhetische Arbeitsformen und medienästhetische Strategien der Repräsentation von Arbeit, wird klar, dass „Arbeit“, im Sinne des produktiven Tuns, ein zentrales Paradigma der Selbstverständigung von Individuum und Kollektiven darstellt.
Dieser kulturelle Selbstverständigungsprozess darüber, welche Bedeutung und Funktion Arbeit gesellschaftlich und individuell hat, ist bedingt durch ästhetische Darstellungsentscheidungen und ihre medialen Formen und Materialitäten.
So ist zum einen festzustellen, dass Arbeit prominentes Motiv und Thema künstlerischer Reflexionen und Darstellungen ist – und zumal in ihnen selbst stets noch wirksam ist. Unser Phantasma der Arbeit ist in dieser Hinsicht geprägt von einer historisch und motivlich ausdifferenzierten Ikonographie in allen künstlerischen Feldern (Bildende Kunst, Tanz, Theater, Literatur). Dies ist der größere Zusammenhang des beantragten Netzwerks. Zum anderen – und dies ist die Thematik des Teilprojektes – lässt sich eine einfache Ausgangsbeobachtung festhalten: Das gesellschaftliche Erscheinen von Arbeit unterliegt einer medienästhetischen Gestaltung und medialen Strategien ihrer Repräsentation. Diese wandeln sich historisch und werden in populären und alltäglichen Darstellungen sichtbar – etwa in Lexika und Wörterbüchern, an Architekturen, in Zeitungen und Zeitschriften, in Fernseh- und Filmdokumentationen, in der Werbung, im Videoclip, auf Plakaten, in Familienphotoalben, in der Pressephotographie etc. Gesellschaftlich erscheint Arbeit insofern als medial bzw. medienästhetisch gestaltete Form.
Geht man also davon aus (wie es in der thematischen Vorstellung des Netzwerkes entfaltet ist), dass sich das Paradigma „Arbeit“ aus einer ganzen Reihe von Konnotationen zusammensetzt (Wertschöpfung und Naissancemetaphorik; Grenzbestimmung von Natur/Kultur; Formung und Disziplinierung des Körpers; Spannung von Materialität/Immaterialität; Korrelation mit Zukunfts- und Fortschrittsmodellen; Bindung von Individuum und Kollektiv und von Subjekt und Ding etc.), lässt sich für die Untersuchung einer „Medienästhetik der Arbeit“ fragen: Wie konstituiert die medienästhetische Repräsentation von Arbeit (und jener Konnotationen) in spezifischen, auf Kommunikation, Information und Unterhaltung abgestellten Medienformen und -komplexen unseren Blick auf das, was Arbeit gewesen sein könnte, heute ist oder sein wird? Eine solche Frage richtet sich auf Arbeit selbstverständlich nicht nur als „content“ von Medien – vielmehr wird sie erst zu einer medienästhetischen Frage, indem die Medialität des jeweiligen Mediums, etwa der Status und die Funktion des spezifischen Bild-Medium-Verhältnisses, für die kulturelle Selbstverständigung über „Arbeit“ berücksichtigt werden.
Dieser kulturelle Selbstverständigungsprozess darüber, welche Bedeutung und Funktion Arbeit gesellschaftlich und individuell hat, ist bedingt durch ästhetische Darstellungsentscheidungen und ihre medialen Formen und Materialitäten.
Arbeit als Motiv künstlerischer Reflexion
Unser Phantasma der Arbeit ist geprägt von einer Ikonographie in allen künstlerischen Feldern
So ist zum einen festzustellen, dass Arbeit prominentes Motiv und Thema künstlerischer Reflexionen und Darstellungen ist – und zumal in ihnen selbst stets noch wirksam ist. Unser Phantasma der Arbeit ist in dieser Hinsicht geprägt von einer historisch und motivlich ausdifferenzierten Ikonographie in allen künstlerischen Feldern (Bildende Kunst, Tanz, Theater, Literatur). Dies ist der größere Zusammenhang des beantragten Netzwerks. Zum anderen – und dies ist die Thematik des Teilprojektes – lässt sich eine einfache Ausgangsbeobachtung festhalten: Das gesellschaftliche Erscheinen von Arbeit unterliegt einer medienästhetischen Gestaltung und medialen Strategien ihrer Repräsentation. Diese wandeln sich historisch und werden in populären und alltäglichen Darstellungen sichtbar – etwa in Lexika und Wörterbüchern, an Architekturen, in Zeitungen und Zeitschriften, in Fernseh- und Filmdokumentationen, in der Werbung, im Videoclip, auf Plakaten, in Familienphotoalben, in der Pressephotographie etc. Gesellschaftlich erscheint Arbeit insofern als medial bzw. medienästhetisch gestaltete Form.
Das Paradigma „Arbeit”
Wie konstituiert die medienästhetische Repräsentation von Arbei unseren Blick auf das, was Arbeit ist?
Geht man also davon aus (wie es in der thematischen Vorstellung des Netzwerkes entfaltet ist), dass sich das Paradigma „Arbeit“ aus einer ganzen Reihe von Konnotationen zusammensetzt (Wertschöpfung und Naissancemetaphorik; Grenzbestimmung von Natur/Kultur; Formung und Disziplinierung des Körpers; Spannung von Materialität/Immaterialität; Korrelation mit Zukunfts- und Fortschrittsmodellen; Bindung von Individuum und Kollektiv und von Subjekt und Ding etc.), lässt sich für die Untersuchung einer „Medienästhetik der Arbeit“ fragen: Wie konstituiert die medienästhetische Repräsentation von Arbeit (und jener Konnotationen) in spezifischen, auf Kommunikation, Information und Unterhaltung abgestellten Medienformen und -komplexen unseren Blick auf das, was Arbeit gewesen sein könnte, heute ist oder sein wird? Eine solche Frage richtet sich auf Arbeit selbstverständlich nicht nur als „content“ von Medien – vielmehr wird sie erst zu einer medienästhetischen Frage, indem die Medialität des jeweiligen Mediums, etwa der Status und die Funktion des spezifischen Bild-Medium-Verhältnisses, für die kulturelle Selbstverständigung über „Arbeit“ berücksichtigt werden.